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Sieger und Verlierer (10)
Sieger und Verlierer

Nach über 2 Monaten hatte ich endlich mal wieder ein paar Stunden Zeit um ans Wasser und einfach den ganzen Streß der letzten Wochen und Monate zu vergessen.
Nachdem ich vor ein paar Tagen festgestellt hatte, das doch noch ein paar Karpfen in meinem Hausgewässer schwimmen, stand die Wahl des Gewässers für meine 4 Nacht in diesem Jahr fest. Nachdem ich Martin (Nachtangler) mitteilte das ich eine Nacht raus fahre entschloss er sich ganz spontan ins Auto zu setzen und zu mir zu fahren. Er packte fix seine 3 Sachen und fuhr los.
Ich belud ebenfalls meinen Hänger. Das gestalltete sich allerdings etwas schwierig, da ich nach dem Umzug erst meine Sachen zusammensuchen mußte. Martin war 2h später bei mir und in der Hoffnung das ich nicht vergessen hatte, machten wir uns gemeinsam auf den Weg ans Hausgewässer. Dort angekommen machten wir ersteinmal einen Locationcheck. Dabei sahen wir auch gleich ein paar Karpfen die sich bereits in der Sonne aalten.Wir bauten das Lager auf und befüllten unsere Schlauchboote mit Luft. Dann lernte Martin auch gleich die Tücken des Sees kennen. Die steile Uferböschung sollte Martin noch einige Male die Nerven rauben. Wir ließen das Boot ins Wasser herunter und Martin folgte dem Boot (: . Da war die Hose zum ersten Mal nass. Wir fuhren dann gemeinsam raus, ich zeigte Martin die besten Spods und die Hindernisse die auf ihn warten, sollte  er einen Run bekommen. Anschließend machten wir unsere Ruten scharf. Man merkte das ich 2 Monate nicht am Wasser war. Um mich herum ein Schlachtfeld. Null Ordnung, ich fand nichts wieder und von Routine keine Spur.Ganz anderes bei Martin. er war in kürzester Zeit fertig.  Er  mit 2 Ruten,einmal fischig einmachl fruchtig(Ananas). Beide Montagen legte er auf der anderen Seite des Ufers ab. Eine davon direkt vor einen Busch. Ich fischte mit 3 Ruten.
Meine Köderwahl beschränkte sich auf 2 Maisketten und ein Schneemann bestehend aus Crayfischpopi und einem Monstercrab Sinker. Das ganze gedippt und geschüttelt mit Fischöl und Knoblauchpulver. Als Beifutter ca. 15 Monstercrabboilies die ebenfalls 1Nacht in Fischöl und Knoblauchpulver eingelegt waren. Diese Rute legte die ich auf eine Sandbank ganz links von uns ab. Alle anderen Montagen lagen über einer ca. 10cm dicken Schlammschicht.
Um 17Uhr hatten wir alle Montagen im Wasser. Wir wollten nun etwas chillen und uns die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Doch was dann folgte war ein aussichtloser Kampf. Ich meine nicht den Kampf mit den Karpfen, sondern der Kampf gegen aggressive Bremsen und gefühlten 10Millionen hungeriger Mücken. Wir haben beider schon einiges am Wasser erlebt. Aber was uns dort erwartete ist nicht in Worte zu beschreiben. Martin fuhr dicke Geschütze auf. 3 Mückenpieper und 4 Mückenkerzen sollten uns die Biester vom Leib halten. Anfangs dachten wir auch das es wirkt. Doch irgendwie war das wohl mehr die Hoffnung und der Glaube daran. Das einzige was uns jetzt retten konnte war ein Run, der uns von der Plage ablenken sollte. Und um 19.15Uhr war es soweit. Meine Rute die ca. 30m entfernt lag pfiff ab und wir flitzten hin. Ich fing an zu drillen, doch kurze Zeit später machte sich der Fisch im Unterholz fest. Also hieß es raus mit dem Boot um den Fisch zu befreien. Mit Erfolg. Die Fox Schlagschnur und das Vorfach leisteten optimale Arbeit. Der etwas locker aufgezogene SaftyClip löste sich mit dem Blei wie gewünscht von dem Wirbel und glitt frei auf der Schlagschnur. Nach ca. 5min hatten wir den ersten Fisch im Sack. Ein tolles Gefühl nach dem Fischsterben doch noch einen gesunden Karpfen im Hausgewässer zu sehen. Was wir noch nicht wußten, es war erst der Anfang einer aktionsreichen Nacht.
Wir machten ein paar Fotos und ließen den Fisch umgehend wieder schwimmen.
Um 20.45Uhr der nächste Biss. Dieses mal auf meiner mittleren Rute. Doch noch bevor ich Kontakt zum Fisch aufnehmen konnte war er schon weg. Ich ärgerte mich sehr. Ich wollte dei Rute neu beködern, doch das war wast unmöglich. Ihr müßt euch das folgendermaßen vorstellen: In der der linken Hand habt ihr das Rig und in der rechten Hand die Boilienadel. Ihr versucht mit der Nadel durch die Schlaufe den Boilie aufzuziehen, dabei steht jemdand neben euch und sticht euch im Sekundentakt mit einer Nadel in den Arm,Hand,Fuß,Bein, Hals, Kopf und Rücken.Dazu pusstet er euch noch ins Ohr. Ich hätte durchdrehen können. Nach gefühlten 20min hatte ich endlich die Montage fertig und wollte sie gerade rausbringen, da schrie die Funke von Martin auf.(21.15Uhr)
Er rannten zu seiner Ruteund nahm sofort Kontakt zum Fisch auf.Gleichzeitig nahmen ca. 2Millionen Mücken Kontakt mit seinen Oberarmen auf. Ein Kampf gegen Karpfen und Mücken begann. Da der  Fisch sich dieses Mal im dichten Kraut fest machte, mußte Martin wieder ins Boot. Dieses Mal alleine. Er kämpfte sich durch einige Seerosenfelder und viel Kraut durch. Doch der Fisch ließ sich nicht blicken. Ich setzte mich in mein Boot um Martin zu helfen. Als ich ankam konnte er ihn gerade Keschern, er sagte bereits das es ein sehr guter Fisch ist. Als ich den großen Kopf und das riesen Maul sah, dachte ich sofort an meinen 33 und 28Pfünder aus dem letzten Jahr. Doch leder passte der Körper nich zum Rest des Fisches, auf der Waage brachte er "nur" 23Pfd auf die Waage. Wir waren sofort beide der Meinung das der Fisch von seiner Form her noch sehr viel Wachtumspotenzial hat. Es war überigens Martin's SaisonPB. Ich freute mich sehr für Martin und auch darüber noch so einen schönen Fisch in diesem See zu haben. Bilanz zu diesem Zeitpunkt. 3Runs,2 Fische und 100 Mückenstiche.
Nachdem wir die Montagen wieder auf die Spods brachten, legten wir uns unter das offene Zelt.
Martin mußte dabei feststellen das er seine Sommerdecke vergessen und nichts zum zudecken hatte um sich vor den Mücken zu schützen. Der Überwurf mußte daher als Decke fungieren.
Ich mußte feststellen dass mein Schalfsack für Nächte mit über 20*C völlig ungeeignet ist und ich mir eine Sommerdecke zulegen muß. Doch uns blieb nichts anderes übrig als uns mit dem zuzudecken was wir zur Verfügung hatte. Doch selbst das half nur bedingt. Die Mücken fanden immer einen Weg. Ich zog den Schlafsack nun völlig über mich. Um 00.15Uhr wachte ich klitschnass auf. Grund: Vollrun auf meiner Rute mit den Fischboilies. YEEEEEEEEEEEES...
Martin gab mir seine Koflampe(meine hatte ich dummerweise im Gras verloren und noch nicht wiedergefunden)und ich stieg ins Boot und hin zum Fisch. Keine 2min auf dem Wasser. Piep, piep,piiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeppppppppppppp...... Ich rief: "Martin?"..."ja"...."Doppelrun?"..."ja"...meine rechte Rute ca.30 m entfernt lief ab...alles halb so wild...wenn ich nicht Martins Kopflampe hätte und er einen Weg von 30m im Dunkeln laufen müßte der eigentlich keiner mehr war und dazu mit Schlaglöchern, Dornenbüschen und Millionen hungriger Mücken gespickt war. Da ich ganz links vom See war und er nach ganz rechts laufen mußte konnte ich sein Fluchen und seine Schmerzensschreie leider nicht wahrnehmen.
Ich hatte aber selber kein leichtes Spiel mit meinem Fisch. Auf dem See selbst hielt es sich mit den Mücken noch in Grenzen, der Fisch zog allerdings ins dichte Schilffeld und machte sich dort richtig fest. Genau dort saßen die Mücken und fielen bei dem Versuch den Fisch freizumachen  über mich her.Ich wollte den Fisch schnellstmöglich in den Kescher bekommen um Martin zu helfen, aber der ein oder andere wird es sicherlich schon erlebt haben wie schwer es ist einen Fisch im Schilf zu Kescher,dafür sind die Dinger einfach zu groß. Der Fisch war mittlerweile schon erschöpft und ich hebte ihn kurzer Hand mit beiden Händen schonend ins Boot(kein Kiemengriff). Dann ruderte ich schnell Richtung Anlegestelle und sackte den Karpfen ein und führ dann weiter Richtung Martin, doch er war schon auf dem Weg zurück zum Zelt, in der einen Hand die Rute und in der anderen einen gefüllten Kescher. Er hatte tatsächlich den Fisch ohne Boot und Lampe landen können. Hut ab..das hätte ich nicht gedacht. Er hatte sogar einen ganz besonderen Fisch an Land gezogen...Kollege Schiefmaul...Bensch kennt ihn bereits und ich konnte ihn im letzten Jahr auch fangen. Er war einer der den Winter überstanden hatte. Meine Freude war sehr groß. Wie sackten auch Schiefmaul schnell ein und versuchten etwas zur Ruhe zu kommen. Bis zum morgen passierte nichts mehr...um 6Uhr sagte ich zu Martin."Einer läuft noch ab"..15min später pfiff tatsächlich nochmal meine Maisrute ab und nach einem schönen Drill zwischen den Seerosen landete ich meine dritten 17Pfünder der Session. In der anschließenden Fotosession verzichteten wir auf Doppelfotos um die Fische schnell wieder in ihr Element zu entlassen.
Den "Kampf" gegen die Karpfen haben wir klar gewonnen. Im Kampf gegen die Mücken mußten wir leider kapitulieren und nach nichteinmal 24h am Wasser bauten wir das Lager ab und führen völlig erschöpft und müde nach Hause. Bilanz nach dieser heftigen Kurzsession: 7Runs,5 Fische und jeder gefühlte 1000 Mückenstiche. So waren wir Sieger und Verlierer in einem.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan und Martin









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